Katharina
von
Bora
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1505, Katharina hat sich wohl zu diesem Zeitpunkt schon im Benediktinerkloster Brehna aufgehalten. Ihr verwitweter Vater sah sich wohl aus wirtschaftlichen Gründen nicht in der Lage, das kleine Mädchen im eigenen Hause aufzuziehen.

1508/1509 brachte Hans von Bora Katharina im Kloster Marienthron in Nimbschen unter. Nun nicht mehr als Pensionärin, sondern für den geistlichen Stand vorbestimmt.

Einem Gerücht nach, war die Äbtissin, Margarethe von Haubitz, eine leibliche Tante Katharinas. Das zehnjährige Mädchen befand sich also bei seiner Verwandschaft. Ein Privileg für Mädchen, Anfang des 16. Jahrhunderts, stellte die Schulausbildung in Lesen, Schreiben, Singen und den Anfangsgründen des Lateins dar. Ein Gefühl des Behütetseins dürften die klösterlichen Ordnungen, soweit sie überhaupt für Schülerinnen galten, vermittelt haben. Die 43 Nonnen waren als Nachkommen des sächsischen Adels dort unter sich. Schwere körperliche Arbeit wurde ihnen nicht abverlangt. Die neun adligen Schülerinnen verbrachten ihre Zeit mit Gebet, Sticken und leichter Gartenarbeit, waren also durchaus in einer günstigen Lage.

Katharina lernte in dieser Zeit die betriebswirtschaftlichen Abläufe in einer hochkomplexen Landwirtschaft, wie auch die bunte und verführerische Religiösität der einfachen Leute kennen. Der einjährigen Prüfungszeit, dem Noviziat, konnte oder wollte sie sich wohl nicht entziehen, Das Noviziat begann 1514. Am 18. Oktober 1515 schwor sie allen Freuden dieser Welt ab. Das Leben der Katharina von Bora verlief in streng geregelten Bahnen, jedoch nicht ohne die kleinen Freuden des Alltags.Ihr Horizont war nicht enger, sondern wahrscheinlich weiter als bei einem Mädchen Ihres Alters und Standes, das zu Hause bei den Eltern lebte.


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