Katharina
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Flucht
Wir wissen nicht, auf welchem Weg Luthers Überlegungen, der sich entwickelnden Reformation, in das Kloster Marienthron gelangten. In der Nacht vom Ostersamstag zu Sonntag, dem 6. zum 7. April 1523, fuhr Leonhard Koppe, Ratsmann zu Torgau, mit zwei jüngeren Verwandten in Nimbschen vor und entführte zwölf Nonnen aus Marienthron auf seinem Planwagen. Drei Nonnen gingen gleich zu ihren Angehörigen, so daß lange nur von neun Nonnen die Rede war.

Nach kirchlichem und weltlichem Recht stand auf die Entführung von Nonnen die Todesstrafe. In den der lutherischen Reformation feindlich gegenüberstehenden Herrschaftsgebieten wurde die Todesstrafe durchaus angewandt.

Für die mittellosen neun Nonnen in Wittenberg ließ Luther zunächst am kurfürstlichen Hof eine Kollekte organisieren. Sie heirateten später oder wurden bei ihren Verwandten aufgenommen.


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